Aufgeladen war der Roboter vor dem ersten Einsatz schon nach knapp 4 Stunden. Es war kurz vor Mitternacht, als die Ladeanzeige auf Grün sprang. Da wollte ich aber nicht bis zum nächsten Tag warten, sondern gleich ausprobieren.
Der Packung lagen nicht nur das Ladegerät, sondern auch drei Staubfang-Ringe bei, die im Klettverfahren an der Netzumrandung des Roboters zu befestigen sind.
Dann braucht man nur noch die Taste für eine Kurzreinigung (30 Minuten) oder eine gründliche Reinigung wählen und schon düst das kleine runde UFO mit einem leisen Brummgeräusch los. Sämtliche, für das Gerät erreichbare Zimmerecken wurden, zum Teil mehrfach angefahren. An Hindernissen wie Bodenleisten, zu schmalen Durchlässen und Türen stoppt es und fährt in anderer Richtung weiter. Wenn es gegen Zimmertüren bumst, geht das natürlich nicht geräuschlos vonstatten. Die meiste Aufmerksamkeit erlangte Virobi bei Katze Tiziana, die genau beobachtete, was dieses merkwürdige Wesen da so treibt. So ist die Katze wenigstens schon mal gut beschäftigt.
In der ersten Nacht habe ich einen 40 qm-Raum staubwischen lassen. Ich gebe zu, dass ich nicht geglaubt habe, dass der Virobi wirklich effektiv arbeitet. Aber inzwischen bin ich überzeugt. Am Ende der Kurzreinigung war der Staubfang-Ring so voll mit Haaren und Staub, dass es eine Freude war.
Einziger Nachteil: Diese 29 cm im Durchmesser großen Ringe müssen nach Gebrauch weggeworfen werden. Das ist weder geldbeutel- noch umwelt-freundlich. Eine Packung mit 20 Ersatz-Ringen (Pads) kostet rund 5 Euro derzeit. Wenn man also wirklich für jeden Raum ein neues Pad nutzen soll, ist eine 20-er Packung nichts. Ich denke und hoffe, es wird über kurz oder lang auch konkurrierende und preiswertere Produkte geben.
Am zweiten Tag war das Wohnzimmer dran. Die Katze war immer noch sehr interessiert. Ich habe dieses Mal die Intensiv-Reinigung gewählt und der Roboter ackerte sich wacker eine Stunde lang über den Boden. Dann habe ich ihn ausgebremst, weil ich aus dem Haus gehen wollte. Der Akku war jedenfalls noch immer nicht leer. Angeblich soll er für 120 Minuten Kraft liefern. Das muss ich noch ausprobieren.
Auf jeden Fall war der Staubfangring wieder erfreulich voll. Weil Virobi so flach ist (nur 4,5 cm hoch), wischt er auch unter dem Sofa ganz fleißig Staub weg. ("Hui, eine fette Maus unter dem Sofa", denkt die Katze). Leider hat er sich da dann auch mal festgefahren, so dass ich ihm mit einem langen Stock wieder auf die Sprünge helfen musste. Auch unter einer millimeter-hohen Kante zwischen Schublade und Boden blieb er mehrfach mit seinem Netzrand hängen. Man sollte also nicht aus dem Haus gehen, damit man in solchen Fällen Hilfestellung geben kann, sonst wischt Virobi nur auf der Stelle, von der er nicht mehr wegkommt.
Mal sehen, wie der neue Hausbewohner und ich im weiteren Verlauf miteinander auskommen. Noch bin ich ganz begeistert. Bei 2 Jahren Garantie kann ja eigentlich auch nicht viel schief gehen. Ich werde diesen Post aktualisieren, sofern es mehr zu berichten gibt.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen